16/06/2026 0 Kommentare
Offener Brief des Presbyteriums zur Zukunft der Martin-Luther-Schule
Offener Brief des Presbyteriums zur Zukunft der Martin-Luther-Schule
# Neuigkeiten

Offener Brief des Presbyteriums zur Zukunft der Martin-Luther-Schule
| An die Stadt Greven Bürgermeister Schulausschuss Rat der Stadt
|
|
Betrifft: Diskussion um die Zukunft der Martin-Luther-Schule
Sehr geehrte Damen und Herren,
als Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Greven nehmen wir mit großer Sorge die Diskussion um die Zukunft der Martin-Luther-Schule wahr. Schon wieder wird erwogen, die einzige evangelische Grundschule in Greven zu schließen. Wir wenden uns ausdrücklich gegen diese Pläne und fordern den sicheren Erhalt der Einrichtung.
Aus unserer Sicht sollten auch in Zukunft Eltern das Recht haben, über die Schulwahl ihres Kindes unter Berücksichtigung der konfessionellen Prägung zu bestimmen. Es kann nicht sein, dass dieses Recht künftig allein katholischen Eltern vorbehalten bleibt.
Mit der Schließung der Martin-Luther-Grundschule blieben in Greven ausschließlich katholische Grundschulen übrig. Bei allen Fortschritten in der Ökumene stellt dies eine einseitige Bevorzugung einer Konfession dar. Die religiöse Vielfalt, die für eine pluralistische Gesellschaft wichtig und schützenswert ist, wird dadurch konterkariert.
Weiterhin zeigt das große Engagement der Elternschaft der Lutherschule, wie wichtig die Überschaubaubarkeit eines Schulsystems ist. Eine zweizügige Grundschule ermöglicht nähere Beziehungen, weniger Stress und mehr persönliche Aufmerksamkeit. Nicht umsonst engagieren sich die Eltern der Lutherschülerinnen und Lutherschüler so sehr für die Existenz dieser Einrichtung. Das familiäre Schulklima und die ruhige Lernatmosphäre sind etwas Besonderes.
Wir wenden uns an alle Verantwortlichen: Die über 125-jährige Geschichte der Martin-Luther-Schule muss weitergehen! Die Schließung der Martin-Luther-Schule würde die religiöse Vielfalt der Schullandschaft einschränken, das Elternrecht auf freie Schulwahl beeinträchtigen und einen wichtigen Bildungsort für die Stadt Greven entfernen.
Mit freundlichen Grüßen
Jörn Witthinrich,
Vorsitzender des Presbyteriums
Kommentare